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Bundeskanzlerin erteilt aktiver Sterbehilfe strikte Absage!
Dieser Eintrag stammt von Moderator Am 15.10.2010 @ 09:31 In Uncategorized | 1 Kommentar
„Wir werden aktiver Sterbehilfe niemals das Wort reden“, so Angela Merkel auf einer CDU-Regionalkonferenz in Halle. ((Quelle: Frankfurter Allgemeine >>> [1] F.A.Z.net v. 14.10.10 <<< (html)
Schon der Volksmund meint, „man/frau sollte niemals nie sagen“ und angesichts der Wünsche schwersterkrankter und sterbender Patienten wird sich auch die Bundeskanzlerin mit den ethischen Dilemmata thematisch zu befassen haben, die in erster Linie durch einen ethischen Paternalismus konservativer Palliativmediziner, Ärztefunktionäre und freilich auch Theologen heraufbeschworen worden sind. Der Diskurs um die aktive Sterbehilfe wird zunehmend durch eine Moraldebatte überfrachtet, die zu führen sinnvoll erscheinen mag, gleichwohl aber das Gebot zur ethischen und moralischen Neutralität nicht aufzuhebt. Ein Bekenntnis zum „C“ im Parteinamen und der Versuch, auch wieder konservative Wähler für die Partei zu gewinnen, ist legitim, ändert aber selbstverständlich nichts daran, dass auch eine Bundesregierung das Selbstbestimmungsrecht des schwersterkrankten und sterbenden Menschen zu respektieren hat und zwar auch unter der Voraussetzung, dass einzelne Regierungsmitglieder resp. Abgeordnete des Deutschen Bundestages mit Blick auf den frei verantwortlichen Suizd ggf. eine andere Gewissensentscheidung für sich selbst getroffen haben.
Die „Tötung auf Verlangen“ ist in Ausnahmefällen ein ethisches Postulat derjenigen Patienten, die ihrem Leid entfliehen wollen und unsere Gesellschaft würde gut daran tun, sich dieser Forderung im Einzelfall nicht zu verschließen, zumal anderenfalls unsere politisch Verantwortlichen dem Sterbetourismus weiter Vorschub leisten würden.
Stellen Sie sich einmal vor: Der schwersterkrankte und sterbende Patient muss um „Asyl zum selbstbestimmten Sterben“ in unseren aufgeklärten europäischen Nachbarländern nachsuchen und im Zweifel bangen, dass für ihn der Grenzübergang zu einem unüberwindbaren Hindernis aufgrund seiner fortgeschrittenen Krankheit wird oder gar verschlossen bleibt, weil unsere Nachbarn dem „Sterbetourismus“ einen Riegel vorschieben.
Keine gute Aussichten, wie ich meine!
Lutz Barth
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